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Coronakrise
Söder hebt Ausgangsbeschränkungen für Bayern auf

„Corona ist unter Kontrolle“: Ministerpräsident Söder hat einen vorsichtigen Exitplan für Bayern vorgestellt. Ab Mittwoch sind die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben, Familienbesuche sind erlaubt.

05.05.2020, 12.17 Uhr

Bayern hebt die wochenlangen Ausgangsbeschränkungen in der Coronakrise auf. Gewisse Kontaktbeschränkungen und ein Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum bleiben aber bestehen. Das gab Ministerpräsident Markus Söder bekannt.

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    Ab diesem Mittwoch ist es erlaubt, eine Person außerhalb des eigenen Hausstands und auch enge Familienangehörige zu treffen oder auch zu besuchen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München, wie Söder (CSU) anschließend mitteilte.

    Konkret sieht der Plan eine schrittweise Öffnung von Hotels, Gastronomie und weiteren Teilen des öffentlichen Lebens vor.

    • Schon ab dem morgigen 6. Mai sind Spielplätze in Bayern wieder geöffnet.
    • Am 11. Mai wird die 800-Quadratmeter-Obergrenze im Einzelhandel aufgehoben – andere Regelungen bleiben, etwa Einlassregelungen. Ab diesem Datum soll auch kontaktloser Einzelsport im Freien wie Tennis oder Golf erlaubt sein.
    • Ab dem 18. Mai soll Außengastronomie wieder möglich sein – bis 20 Uhr. Söder bezeichnete die Hygienekonzepte in der Gastronomie als große Herausforderung. Das werde „eine sportliche Sache werden“, sagte er.
    • Ab dem 25. Mai können Speiselokale – unter strengen Hygienevorschriften – wieder bis 22 Uhr öffnen.
    • Ab dem 30. Mai sollen Hotels und andere touristische Angebote wie Ferienwohnungen oder Campingplätze wieder öffnen dürfen.

    Jetzt sei der Zeitpunkt für ein vorsichtiges Öffnen, sagte Söder. „Zu Beginn hatten wir ein explosionsartiges Infektionsgeschehen. Jetzt ist Corona unter Kontrolle.“ Die aktuellen Zahlen „lassen den Mut zu, vorsichtige Schritte der Öffnung zu gehen“. Man lasse eine „Kombination aus Vorsicht und Freiheit“ walten.

    Schüler sollen schrittweise in den Unterricht zurückkehren

    Söder bezeichnete den Plan als ein Angebot, auch im Hinblick auf die Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch. Man sei im Vergleich zu anderen Bundesländern zurückhaltend. Der Plan sei mit der Bundeskanzlerin besprochen und mit dem Nachbarland Baden-Württemberg abgestimmt.

    Söder stellte auch die Planung für Kitas und Schulen vor.

    • Bis Pfingsten sollen demnach 50 Prozent der Kinder wieder in Kitas gehen können. Ab kommendem Montag sollen sich bis zu drei Familien zu privaten Betreuungsgruppen zusammenschließen können. Auch Waldkindergärten dürfen wieder öffnen, Tagesmütter wieder bis zu fünf Kinder betreuen. Ab 25. Mai sollen Vorschulkinder dazukommen.
    • Auch für Schulen gibt es einen Stufenplan: Ab 11. Mai sollen Vorabschlussklassen und 4. Klassen wieder in die Schule gehen. Es soll kein Corona-bedingtes Sitzenbleiben geben, jeder soll seinen Abschluss machen können. Ab 18. Mai und 25. Mai sollen dann auch die unteren Klassen der weiterführenden Schulen wieder allmählich in den Unterricht zurückkehren.

    Im Unterricht soll es laut Söder keine Maskenpflicht geben, aber an der Schule, etwa im Pausenhof oder auf dem Gang. Wenn Eltern sich etwa zu Risikogruppen zählen, soll es die Möglichkeit geben, vorerst auf digitalen Unterricht zurückzugreifen. Ferien werden laut Söder nicht verkürzt.

    Söder sagte, man werde weiter auf die Infektionszahlen schauen und dann gegebenenfalls auch regional entscheiden, ob es bei den Öffnungen bleibe oder ob etwas verschoben oder zurückgenommen werden müsse.

    Die Schutzmaßnahmen in Pflege- und Altenheimen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung werden verstärkt. Besuche sollen aber mit entsprechenden Schutzmaßnahmen wieder möglich sein.
    als/ulz/mst/dpa

    verkürzt.

    Söder sagte, man werde weiter auf die Infektionszahlen schauen und dann gegebenenfalls auch regional entscheiden, ob es bei den Öffnungen bleibe oder ob etwas verschoben oder zurückgenommen werden müsse.

    Die Schutzmaßnahmen in Pflege- und Altenheimen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung werden verstärkt. Besuche sollen aber mit entsprechenden Schutzmaßnahmen wieder möglich sein.
    als/ulz/mst/dpa